Social Verwirrung

Ach, ich hab es geahnt!

Diese Sozialen Medien sind ein gefährliches Suchtmittel. Denn sie sind wie gemacht für mich und meine mitteilsame Natur. Gut, ich versuche ein Auge drauf zu haben – aber ich nehm das schlechte Auge, das sieht nicht so viel.

Und eigentlich, eigentlich mache ich das ja nur wegen der Keramik und der Schreiberei, dem Theater und der anderen kreativen Dinge… genau. Die privaten Accounts MÜSSEN sein, sonst gehen die geschäftlichen ja nicht. Ihr merkt, ich lüge mir in die eigene Tasche.

Tatsächlich habe ich ich das aber ursprünglich wirklich begonnen, um meinen Wolperdingen (also der Keramik, der Schreiberei, dem Theater und den anderen kreativen Dingen) ein bisschen Publikum zu verschaffen. Das hat bisher auch alles ganz gut geklappt. Mit diesem Blog und der Facebookseite.

Jetzt wurde aber schon länger angemerkt, dass meine Zielgruppe sich die nächste Plattform Untertan gemacht hat: Instagram. Die Jüngsten sind längst schon weitergewandert – die nicht mehr so Blutjungen sind eingezogen und wollen – so wurde mir gesagt – auch gerne mit Wolperdingen versorgt werden.

Nun gut, also wühle ich mich durch „feeds“ und „storys“, like, abonniere… was man halt so macht. Und es überfordert mich total. Denn sobald ich etwas zu berichten habe, komme ich durcheinander.

So habe ich zum Beispiel neue Sachen in meinem Laden. Neuer Ton, neue Glasuren. Wie hier auf dem Blog versprochen. Oder war es auf Facebook? Ich erinnnere mich nicht mehr… egal. Die neuen Sachen sind da. Dazu ein Foto bei Instagram, ein kleiner Post auf Facebook, ein Blogbeitrag. Hierhin verlinkt, da ein Hashtag, dort ein @. Und bitte nicht immer das Gleiche. Das langweilt.

Also, welches Foto zeige ich euch? Das hier?

Das war schon auf Instagram. Oder? Oder Facebook? Oder? Ich habe nichts drüber getwittert, soviel ist sicher (und es wäre auch egal, da hab ich eh keine Reichweite).

Auf jeden Fall: Das sind meine neuen Sachen. Die ersten ihrer Art. Details davon gibt’s auf Facebook, ab und zu auch mal ein Foto davon auf Instagram (@wolperdinge). Und definitiv alles zum Anfassen in meinem Laden.

„Wann hast du denn eigentlich immer geöffnet?“, sagte letztens eine Kundin. „Du brauchst wirklich einen Google-Eintrag.“ Einen was? Jetzt auch noch Google? Ich bin mir nicht sicher… ich glaube ich… entschuldigung, ich muss kurz… das Internet löschen.