Krater 2017

Die Monate sind vorbeigezogen und die heftigen Einschläge haben mich 2017 zum Glück verfehlt. Ich bin hier, meine Lieben sind hier, ich schreibe, ich spiele, ich arbeite, es geht mir gut. Hört ihr mich auf Holz klopfen? Denn wer möchte schon schlimme Einschläge in seinem Leben? Ich ganz sicher nicht.

Und doch habe ich einen Krater gefunden.

fehlt

Der Einschlag passierte Ende April. Ein Freund ist verschwunden und ich weiß nicht wohin. Er ist verschwunden, nachdem sie ihm gesagt haben, dass er in unserem Land nicht länger sein darf. Wir haben gekämpft und verloren. Er ist verschwunden, ohne Abschied.

Er fehlt mir.

Ich habe lange in diesen Krater geblickt und mich gefragt, ob und wie ich das in Worte packen kann. Aber ich möchte.

Denn ihr sollt auch von der Wut erfahren, die ganz tief unten im Krater brodelt. Wut, weil er nicht bleiben durfte. Und weil es außer ihm so viele Menschen gibt, die nicht bleiben dürfen und die in den Leben ihrer Begleiter Krater hinterlassen haben und hinterlassen werden. Sieht diese Menschen jemand? Haben sie dort, wo sie jetzt leben, jemanden gefunden, der sie sieht?

Ein Neujahrswunsch an euch, die ihr meinem kleinen Blog Aufmerksamkeit schenkt: Haltet die Augen offen. Bitte.

Habt vielen herzlichen Dank und ein kraterloses 2018.

To you, my dear friend: I hope you are safe and warm, wherever you are. May god bless you. Jarama for everything. Your big sister.

 

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