8 – nochmal ein Schaf

Die erste Woche Adventskritzeln ist rum. Und ich bekomme ganz viel positive Rückmeldung – und sehr viele schöne Zeichnungen. Auf meiner Facebookseite sind so viele tolle Esel, Schafe, Katzen und Ziegen zusammengekommen, die allesamt bewundert werden. Zu Recht!

Es gibt aber auch einige „stille“ Mitmaler. Die nur für sich zeichnen und die Ergebnisse nicht herzeigen. Die eine, weil sie nicht möchten, die anderen, weil sie sich nicht trauen. Denen möchte ich sagen: Ich freue mich, dass ihr dabei seid. Und ihr müsst eure Werke auch nicht herzeigen. Aber ihr dürft euch ruhig trauen!

Und wenn ihr meint, das mit dem Schafe-Malen ist gar nicht so euer Ding (in Schülersprache ausgedrückt: „Aber ich kann keine Schafe malen!“): Malt sie trotzdem und gerade deswegen.

Erstens: Ihr verbessert eure Schafmalfähigkeiten.

Und zweitens: Selbst wenn nicht, fühlt sich das eine schiefe Schaf nicht so alleine, wenn noch ein zweites ebensoschiefes Schaf dazukommt.

Also los! Schaf zeichnen – schon wieder.08

#adventskritzeln

 

7 – Stroh

Zeichne ein wenig Stroh

Kein Tier! Nur Stroh.

Es ist Wochenende, da darf’s schonmal ein wenig entspannter zugehen. Für mich war das aber tatsächlich eine der größten Herausforderungen beim Adventskritzeln bisher. Mit einem abwinkenden „passt scho“ hier meine Strohballen.

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#adventskritzeln

6 – Esel

Zeichne einen Esel

Ich weiß, es sind ganz schön viele Tiere hier! Und – natürlich nur aus Übungsgründen – werden sich einige Tiere hier sogar wiederholen. Nicht so der Esel. Den gibt’s im Adventskalender nur einmal. Wieso denn nur? Ich denke, ihr wisst längst alle was wir zeichnen.

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#adventskritzeln

4 – Schaf

Zeichne ein Schaf.

Nachdem der Vogel und die Katze ein wenig irreführend gewesen sind, ist das jetzt ein eindeutiger Hinweis auf das, was dann doch mal hier rauskommen soll.

Weil Winter ist, ist mein Schaf ungeschoren.

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#adventskritzeln

Und wer mag, darf dem Baum vom 1. Dezember Blüten malen – weil Barbaratag ist.

Für euch – mit euch

Die Zeit ist schon lange überreif. Es muss was gemacht werden – genau. Irgendwas mit „Welt retten“. Das verlangt der Moment. Und nicht nur der. Ich verlange das auch… also von mir… also zumindest, was meinen Adventskalender angeht. Weniger als „Welt retten“ kommt nicht ins Adventskalendertöpferl.

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Oder eben doch. Denn bei meiner Suche nach einem geeigneten (selbstverständlich bedeutungsschwangeren) Thema für meinen Kalender kam ich immer wieder auf eine Sache zurück – aufs Zeichnen.

Im Internet veröffentlichen Comiczeichner unter dem Motto „Inktober“ jeden Tag ein mit Tusche gezeichnetes Bild, meine Tochter gibt Zeichentutorials auf Youtube, meine Freundin startet ihre eigene 100-Gesichter-Challenge, meine Schüler maulen, dass sie nicht zeichnen können und mein Praktikant meinte neulich: „Dann mach‘ halt deine eigene Zeichenchallenge im Advent“. Gesagt – getan. Es wird gezeichnet, Leute!

Jeden Tag im Advent zeichne ich ein Bild. Und ich möchte, dass ihr mitmacht. Also jeder! Nehmt euch Stift und Papier, Ölkreide und Karton, Kugelschreiber und Schreibunterlage, Lippenstift und Spiegel, Wasauchimmer und Woraufihrmöchtet – zeichnet mit. Jeden Tag schreibe ich euch, was ihr zeichnen sollt. Und dann – zeichnet ihr einfach. Foto machen und auf meiner Wolperdinge-Facebookseite hochladen. Oder hier in die Kommentare (falls das möglich ist. Ich hab’s noch nicht ausprobiert). #adventskritzeln

Das Ziel ist, dass wir alle gemeinsam zeichnen. Jeder für sich und doch alle zusammen. Und am 24. kommt dann bei jedem von euch ein kleines Gesamtbild raus. Also, was sagt ihr? Seid ihr dabei?

Ich würde mich narrisch freuen!

Ah, oh! Was ich noch sagen wollte: Ihr seid komplett frei in dem, was ihr tut. Ob ihr nur Strichmännchen zeichnet oder Aquarelle malt oder mal so, mal so – es ist alles willkommen. Aber es gibt zwei Regeln:

  1. Macht einfach. Fangt an. Lasst euch nicht einschüchtern, weil ihr vielleicht nicht so die Wahnsinnssuperzeichner seid. Im Wald wäre es sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen (und in meinem Bekanntenkreis gibt es „Berufssänger“ – um im Bild zu bleiben). Zwitschert laut, malt wie es euch passt und wie ihr es könnt. Habt Spaß.
  2. Schließt sich hier direkt an: Nett sein. Wer nichts Nettes über das Bild eines anderen sagen kann, der lässt es einfach sein, okay? Das Internet kann ein gemeiner Ort sein. Aber nicht hier und nicht im Advent.

Das hier rettet vielleicht nicht die Welt – aber es kann Freude machen. Und das ist ja auch nicht schlecht. Auf eine schöne, gemeinsame Zeit.

 

Mathematik

Ich behaupte gerne, mir fehle die logische Gehirnwindung – also der Teil des Gehirns, der sich zum Beispiel für Mathe begeistern kann. Ich schätze, das hat mit diesen Matheaufgaben zu tun, die jeder aus der 4. Klasse kennt und die alle immer irgendwie so beginnen: „Zug A fährt um sieben Uhr mit einer Geschwindigkeit von…“ Und ich schwöre, spätestens an diesem Punkt der Rechnung schaltet sich mein Denkvermögen vollständig ab. Das war schon in der Schule so und ich könnte auch jetzt – Lichtjahre später – nicht ausrechnen, wie alt der Lokführer von Zug B ist, wenn sonntags doch gar keine Züge fahren.

Seltsamerweise – ich weiß ehrlich nicht, woher das kommt – rechne ich aber im Alltag ständig vor mich hin. Schon früher auf langen Autofahrten: Wenn wir nur 10 km/h schneller fahren würden, wie viel eher wären wir dann am Ziel? Oder im Schwimmbad: Wie lange brauche ich für eine Bahn und wie viele Bahnen schaffe ich in 30 Minuten? Oder momentan in der Arbeit: Wenn ich zwei Stunden Zeit habe und eine Tasse in unter fünf Minuten schaffe… viereinhalb, wenn ich schnell bin… So geht das den ganzen Tag.

In der Arbeit ist das ausnahmsweise mal nützlich. Im November – der schweinsheißen Phase vor dem Christkindlmarkt – sind meine Arbeitstage mathematisch durchgetaktet. Jedes Gramm weniger Ton spart Materialkosten, jede Tasse, die ich pro Stunde mehr schaffe, ist eine mehr, die ich verkaufen kann. Und ich nehme das sportlich. Nein, ich mache es zur olympischen Disziplin. Wie schnell kann ich sein? Wie viele Bierkrüge kriege ich in den Ofen? Ehrlich – das ist mir unheimlich. Vor allem, weil das mein Gehirn ohne mein Zutun macht. Es rechnet. Ich frage mich, mit welcher Gehirnwindung?

Mit der trotzigen? „Du rechnest jetzt, ob du willst, oder nicht!“

Mit der mütterlichen? „Es ist nur zu deinem Besten, wenn ich das mal ganz schnell mit dir durchgehe.“

Mit der olympischen? „Rekooord! Das ist Weltrekooord!“

Die logische kanns ja wohl nicht sein.

Aber wenn das so weitergeht, bin ich bald fit für die großen Herausforderungen des Lebens: „Zug A fährt um…“ Nein, besser nicht.